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Vom emotionalen Zuhören

Basiskurs: Schauspiel für Improspieler*innen

11.2.2027 – 14.2.2027

Spessart

location

Burg Rothenfels, Spessart

Workshopzeiten

Do: 17.00-18.00 Uhr & 19.00-20.30 Uhr
Fr & Sa: 9.30-12.30 Uhr & 15.30-18.00 Uhr & 19.00-20.30 Uhr
So: 9.30-12.30 Uhr

Fr & Sa 9.30-12.30 Uhr & 15.30-18.00 Uhr & 19.00-20.30 Uhr, So: 9.30-12.30 Uhr

Workshopgebühr

Workshopgebühr: 385 Euro zzgl.
Tagungsgebühr (inklusive Übernachtung im Einzelzimmer und Vollverpflegung): 275 € oder
Tagungsgebühr (inklusive Übernachtung im Zweibettzimmer und Vollverpflegung): 24

workshopinhalte

Spontan, wortwitzig, verspielt – aber wenig glaubhaft?

Wie steht es eigentlich um unsere Glaubwürdigkeit als Impro-Schauspieler*innen? Sind wir, neben der Entwicklung der Story, in der Lage unseren Figuren ein klare Haltung zu geben und präsent im Moment zu agieren? Als Improspieler*innen sind wir trainiert, spontan zu reagieren, gute Geschichten zu erzählen, verspielt zu sein. Wenn uns die Fähigkeiten fehlen, voll und ganz in unseren Rollen aufzugehen und diese mit Vehemenz zu verkörpern, wie stark geht das Publikum dann bei unseren Stories mit?

In diesem Intensiv-Training geht es darum, mit Hilfe der Meisner-Technik die schauspielerischen Fähigkeiten im Improvisationstheater und aus einem starken Schauspiel heraus die Szenenarbeit im improvisierten Theater zu verbessern. Die NowHere-Akademie lädt ein, die Meisner-Technik bei Henrik Martz zu erlernen und dieses mit Nadine Antler ins Improvisationstheater zu übertragen.

Ziel der Meisner Technik ist es, “wahrhaftig unter gegebenen Umständen zu leben”. Das bedeutet, jegliche Art von konstruiertem, antizipiertem Spiel zu vermeiden und sich ganz und gar auf seine Instinkte als Spieler*in zu verlassen. Diese werden mithilfe einer Reihe von Übungen aktiviert, die die Konzentration auf das Gegenüber lenken, das “wahrhaftige Zuhören” und einen intensiven Kontakt mit dem*der Mitspieler*in fördern. Durch die Übungen arbeitet man von Moment zu Moment. Hierbei ist das Ziel der Meisner-Technik, Emotionen zu nutzen, um die Dringlichkeit zu erhöhen, im Hier und Jetzt zu agieren. Die persönliche Bedeutung der Handlung bestimmt die emotionale Intensität und Tiefe der Darstellung. Grundlage hierbei ist die Öffnung gegenüber dem*der Spielpartner*in, die tiefe emotionale Verankerung im Moment und das freie impulsbasierte Agieren auf der Bühne. Und so erleben wir gemeinsam, wie daraus wahrhaft spontane Szenen mit großer schauspielerischer Tiefe entstehen.

Das Training eignet sich für erfahrene Improvisationstheater-Spieler*innen, die sowohl schauspielerische Grundlagen für ihre Improvisation auf der Bühne legen möchten wie auch für bereits Meisner-Erfahrene, die ihr Schauspiel im Improvisationstheater intensivieren möchten. Durch den starken Fokus auf das Feedback wird ein Bewusstsein der schauspielerischen und improvisatorischen Fähigkeiten sowie von weiteren Entwicklungsmöglichkeiten ermöglicht.

Teilnahmevoraussetzung

Fundierte praktische Vorerfahrungen und Kenntnisse im Improvisationstheater und/oder im Schauspiel * Kritikfähigkeit und Offenheit gegenüber Feedback * Einlassen auf eine fordernde schauspielerische Arbeit, die eine Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und Ausdrucksfähigkeit erfordert
Trainer*innen:

Nadine Antler

Nadine Antler

Nadine spielt seit 1998 improvisiertes Theater. Sie ist Schauspielerin, Moderatorin, Trainerin und liebt es, Konzepte zu entwickeln. Sie war an der Entwicklung zahlreicher Show- und Langformate beteiligt. Sie war Mitglied der Würzburger Improtheatergruppe „Der Kaktus“ (Würzburg) sowie im Ensemble „Steife Brise“ (Hamburg) und arbeitet momentan im Duo „Schwestern in der Überzahl“ (Würzburg-Hausen).

Nadine ist eine passionierte Trainerin für improvisiertes Theater und hat neben Schauspieler*innen wohl auch schon jede andere Berufsgruppe in die Kunst des Improvisierens eingeführt. Nadine ist eine der offiziell empfohlenen Trainer*innen des ITI für Theatersport™. Nadine hat in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika sowie Australien gelernt, gespielt und Workshops gegeben.

www.nadineantler.de

Hendrik Martz

Hendrik Martz

hat seit seinem neunten Lebensjahr als Schauspieler gearbeitet. Mit 16 Jahren spielte er in einer der größten deutschen Fernsehserien der 80er Jahre und ist seitdem seit nun über 30 Jahren in Serien, Filmen für Kino und Fernsehen aktiv. Von 1989 bis 1991 wurde er von Sanford Meisner selbst im Schauspiel unterrichtet, dessen Schule in New York er besuchte, von der er später sagte, dass sie „sein Leben gerettet hätte“ – nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Mensch. Neben der Schauspielerei ist er als ausgebildeter Transaktionscoach tätig. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.